Everything that has a beginning has an end – 22C3 Tag 4

Adam Laurie der uns am 2. Tag einige „Spielereien“ mit Infrarot Geräten gezeigt hat, präsentierte mit Martin Herfurt und Marcel Holtmann (trifinite.group) “Bluetooth Hacking – The State of The Art” mögliche “Spielereien” mit Bluetooth. Die Gruppe zeigte eindrücklich wie man die gesamten Daten von einem Handy downloaden kann, ohne dass der Besitzer dies bemerkt (Grüsse an Paris Hilton). In der Live-Demonstration detektierten sie bei den rund 500 anwesenden Zuhörern die Handys, loggten sich bei einem ein und ladeten zur Demonstration ein Bild aus der Speicherkarte herunter. Mit Antennen kann man auf einen weiten Bereich die Bluetoothfunktionalität stören und durch die Verwendung von Bluetooth in Fahrzeugen beispielsweise von einer Autobahnbrücke den vorbeifahrenden Fahrzeugen wichtige Messages durch den internen Lautsprecher ausgeben („Hier spricht die Polizei, berühren Sie mit den Händen die Windschutzscheibe und bewegen Sie sich nicht!“). Noch interessanter: auch das Mikrofon im Wageninnern wird damit eingeschaltet, also kann man beim Verfolgen eines Fahrzeuges die Unterhaltung im Fahrzeug mitverfolgen und sich eventuell zu Wort melden.
Die Gruppe bietet auf ihrer Website einige Tools zu Bluetooth an, teilweise auch benutzbar für „Anwender“.

Fazit
Auch dieses Jahr gehört der Chaos Communicaton Congress zu den Spitzenevents des CCC. Die Ausweitung des Congress von 3 auf 4 Tage tut ihm gut und bringt dem ganzen Event mehr Ruhe und dadurch eine noch grössere Professionalität. Das Publikum wird zusehends kritischer gegenüber den Vortragenden – es reicht nicht mehr bloss Stimmung gegenüber Monopolisten oder Überwachungsorganen zu erzeugen. Unteranderem dadurch sind die Vorträge sehr professionell und besitzen ein hohes Niveau. Wenn ich die Congresse von 1998 bis 2005 vergleiche, so wird die Veranstaltung erwachsener und mit ihr auch der CCC reifer. Gutes Beispiel ist die Kontroverse über die Kameraüberwachung im und um das Kongressgebäude. Natürlich ist der überwiegende Teil der Hörerschaft gegen eine Kameraüberwachung, jedoch scheint man auch allmählich festzustellen, dass es nicht nur ein schwarz-weiss-Denken gibt, dass es womöglich eher darauf ankommt WIE dieses Mittel eingesetzt wird und WER eine wirkliche Kontrolle darüber ausübt.
Der Anteil Frauen ist klar gestiegen und erfreulicherweise sehen diese nicht nur besser aus, sondern beteiligen sich aktiv am Congress.

Technisch gesehen ist die weite Verbreitung der Dell-Laptops (dies betraf vor allem Inspiron-Modelle und betraf die Kongresse 1999-2002) nicht mehr zu erkennen – auf PC-Seite sieht man alle Marken vertreten. Interessant jedoch ist die weite Verbreitung der iBooks und Powerbooks – schätzungsweise 30-40% aller Laptops am Kongress waren von Apple. Sodann hat Mac OS X eine starke Verbreitung in der Hackercommunity gefunden, was natürlich der Durchdringung dieser Plattform mit Open Source Software gut tut. Bei den restlichen Betriebssystemen haben Linux und die BSD-Varianten eine Oberhand, man sieht jedoch auch Windows. Bei den Linux-Distributionen hat sich Ubuntu stark durchgesetzt.

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