2.Review über den FLG II

Im Gegensatz zur den ersten zwei Wochen, hat sich die dritte Woche schwergewichtig den Raumsicherungsoperationen und den subsidiären Einsätzen gewidmet. Trotz jeglicher Erklärung seitens Brigadier Oehri, dass die Verteidigung die “Mutter aller Operationstypen” sei, zeigte sich diese Woche deutlich, dass die Planung von Einsätzen mit der Zunahme der zivile Komponente komplexer werden. Der Entschluss bei einem subsidiären Sicherungseinsatz (vergleichbar mit WEF, G8 usw) ist schnell gefasst, da die Einsatzverantwortung bei subsidiären Einsätzen bei den zivilen Stellen liegt – das Anspruchsvolle bei solchen Einsätzen liegt jedoch bei den Absprachen mit den verschiedenen Stellen, den logistischen Bedürfnissen der Truppe und Dritter sowie auch in der Aufrechterhaltung der Dienstmotivation bei den eigenen Leuten. Der Trumpf, der die Schweizer Armee bei subsidiären Einsätzen in der Hand hält, ist die Miliz. Die Unterstellung unter Zivilen und auch die Wahrung der Verhältnissmässigkeit sind zwei Punkte, die einer Milizarmee einfacher fällt als einem Berufsheer.

Was in der Schweiz selbstverständlich und problemlos verläuft, ist in Deutschland ziemlich unbekannt: die Bundeswehr soll für Sicherungsaufgaben zu Gunsten der Fussball-WM im innern Deutschland eingesetzt werden. Die Zeit beschreibt die derzeitigen Probleme in der Bundeswehr bei der Vorbereitung zu diesem Auftrag in einer “witzigen” Art und Weise:

Es dauert ungefähr zweieinhalb Minuten, bis der Soldat im Wachhäuschen die Geduld verliert. »Also, entweder Sie verlassen das Gelände, oder wir müssen gegen Sie Gewalt anwenden, hier!« Der angesprochene Bürger dreht hilfesuchend den Kopf. Im selben Moment stampft auch schon der Hauptmann in die Szene. »Stopp, stopp, stopp!«, ruft er dem Wachsoldaten zu und stellt sich zwischen die beiden. »War das richtig? Müssen Sie denn gleich Gewalt androhen? Das ist doch nicht gut, oder?« Er bricht die Übung ab und ruft den Ausbildungszug im Halbkreis zusammen.

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