Bombendrohung in einem Zürcher S-Bahn-Tunnel

Jack Bauer lässt grüssen, Alarmstufe rot in Zürich. Ein Mann wurde anscheinend von Pasanten beaobachtet, wie er mit einem Rucksack bei Stadelhofen (siehe Bild) im Tiefenbrunnen-Tunnel verschwand. Andere Zeugen beobachteten diesen Mann später, wie er OHNE RUCKSACK den Tiefenbrunnen-Tunnel wieder verlies. (Quelle: Radio 24) Die bei der SBB eingetroffene Bombendrohung veranlasste dann eine Einstellung des gesammten S-Bahn-Verkehrs in Richtung Tiefenbrunnen und Stettbach. Während die Stadtpolizei bereits rätselte, was man denn nun am besten tun könnte, wartete ich vergeblich auf dem Perron auf meine S-Bahn. Die SBB hat nämlich wieder einmal mehr eindrücklich bewiesen, dass sie nicht in der Lage ist, bei einem solchen unvorgesehenen Zwischenfall die Reisenden durch Lautsprecherdurchsagen so zu informieren, dass wenigstens bekannt ist, ob der Zug nun fährt oder nicht. Dabei wartete ich nicht einmal auf einen Zug nach Stadelhofen, sondern auf einen Zug in die entgegengesetzte Richtung – leider hat sich die SBB jedoch nur um diejenigen Passagiere gekümmert, die in Richtung Stadelhof unterwegs waren. Nach 45 Minuten tauchten dann die informationsberechtigten “Helfer” auf um auf Anfrage, ob irgendwann auch mal ein Zug Richtung Aarau fährt, mitzuteilen, man solle doch den Bus 31 nehmen. Leider fährt dieser jedoch nur bis Schlieren, und von da an darf man sich wieder individuell durchkämpfen. Ich habe mich jedenfals für ein Taxi entschieden – mal gucken wem ich die Spesen unterjubeln kann ;-) .

Update 18:40: 20 Minuten und Blick wollen wissen, dass es sich um einen falschen Bombenalarm handelte. Die Polizei haben den Bahnhof Stadelhofen wieder freigegeben und die Züge fahren wieder, wenn auch mit erheblichen Verspätungen. Bei der Durchsuchung des Stadelhofen-Tunnels haben die Spezialisten nichts Verdächtiges gefunden. Die Polizei nahm einen 46-jährigen Schweizer fest. Ob ein Zusammenhang mit der Bombendrohung besteht, steht zur Zeit noch nicht fest.

Nachlese: News.ch, Tagi und NZZ.

This entry was posted in Gut zu wissen.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Comment Spam Protection by WP-SpamFree