Isolationismus der USA geht weiter

Die USA begnügen sich nicht, dass sie sich von der Welt abschotten, bekanntlich wollen sie auch ihre Grenzen im Süden gegen Mexiko schliessen. Realisiert wird dies mit 6’000 Soldaten der Nationalgarde (entgegen der Versicherungen Bushs gegenüber dem mexikanischen Präsidenten Fox findet also doch eine militarisierung der Grenze statt), Hochsicherheitszäune, Bewegungsmelder, Infrarotkameras und Aufklärungsdronen. Ausserdem hat der US-Senat den Plänen für den Bau eines 600 Kilometer langen Sperrzauns an der Grenze zu Mexiko zugestimmt und zusätzlich sollen Straßensperren künftig illegale Einwanderer stoppen.

Jetzt gibt es jedoch Ideen, die noch einen Schritt weiter gehen: geht es nach der Firma VeriChip, dem Anbieter von implantierbaren Chips, sollen Gastarbeiter und Flüchtlinge demnächst mit dem Reiskorn grossen Chip implantiert werden. Es handelt sich dabei um einen in Glas eingegossener RFID-Chip mit einer 16-stelligen Nummer, die ohne Wissen des Trägers ausgelesen werden kann. Science-Fiction?

[Zur Identifikation] wird der Chip bereits als Türwächter in sensitiven Bereichen eingesetzt. Auch Armee Piloten, Diplomaten, Feuerwehrmänner, Staatsanwälte und andere haben sich den Chip implantieren lassen um bei Kidnapping oder Krisensituationen besser lokalisierbar und identifizierbar zu sein. Über externe Datenbanken die dem Chips den Zugriff erlauben, können so persönliche Daten eingesehen werden. In Spitälern, psychiatrischen Kliniken, Altersheimen und in Gefängnissen wird diese Möglichkeit bereits eingesetzt. (Quelle: [journalismus])

Ich warte nur drauf, bis Neugeborenen (ähnlich den Hundewelpen) dieser Chip standardmässig implantiert wird – Sklaverei bekommt so eine ganz neue Dimension.

Weiterführende Informationen:
Implantierbarer Chip auch in der Schweiz?
Hitachi setzt noch einen drauf!
Spychip – RFID-Gegner

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8 Responses to Isolationismus der USA geht weiter

  1. Tinu says:

    Bevor die Schweizer auf diese Idee mit dem Chip kommen, wäre zu prüfen, ob wir nicht wieder die Grenzbrigaden ins Leben rufen sollten. Mit dem Chip würde es auch leichter fallen, Datenbanken zu erstellen (siehe Beitrag über den Schnüffelstaat). Dies ginge aber auch meiner Meinung nach zu weit.

  2. Pingback: Chip-Implantate für mexikanische Immigranten? : Mexiko Blog @ Mexico Travelnews

  3. Administrator says:

    Auf [journalismus]:
    Gesetz gegen Zwangsimplantierung in Wisconsin
    Das Gesetz kam, nachdem die Firma Verichip, die den gleichnamigen implantierbaren Chip Verichip produziert die Vermarktung für Arbeitnehmer in sensitiven Bereichen forcierte. Verichip behauptet zwar, dass die Implantation immer voluntär bleiben wird, dem traute der Representative Demokrat Marlin Schneider aus Wisconsin aber nicht. Als Initiant für das Gesetz gegen die forcierte Implantierung ist er überzeugt, dass einem Missbrauch durch Firmen und Regierungsbehörden dringend Schranken gesetzt werden müssen.

  4. Pingback: Offiziere.ch » Nachschlag 12

  5. Daniel says:

    Es ist irgendwie erstaunlich, wie wenig man über deratige Entwicklungen in unserer Gesellschaft hört und doch schreitet sie in vollem Gange voran! Das scheinbar fiktive ist nicht mehr länger eine Fiktion sondern Realität.

    Technik fasziniert mich nach wie vor, aber nicht alles was als gut verkauft wird, muss auch gut sein. Ich hoffe, dass wir nicht plötzlich von diesen mini Transpondern überrumpelt werden.
    Es ist zwingend nötig derartiges Geschehen zu Hinterfragen ;-)

    Jede Sicherheit durch Überwachung birgt auch das Risiko einer Einschränkung persönlicher Rechte und der Privatsphäre!

  6. Hybrid says:

    Rannig Mann sag ich nur

  7. Unglaublich was es in den USA alles gibt. Vielleicht sollte man diese Geräte noch mit einem Bewegungsmelder kombinieren. Damit ergäben sich ganz neue Möglichkeiten.

  8. NIco says:

    Hallo.
    Netter interesanter Blog.
    Titel des Artikels, naja: Protektionismus alias gewaltige Schutzmasnahmen feat Unterdrückung+Gewalt passt schon viel eher als Isolationsimus, was gar auch unpassend ist hier, da es etwas anderes heisst: Abschottung eines Staates im internationalen Kontext. Nicht aber gegenüber einem einzigen Staat bzw. 1. einzigen geogr. Grenze. (Kl. Anregung)

    Chip? Aber ja, der gläserne Mensch. Transparent bzw. immer besser kontrollierbar. Dann wissen sie genau, wer an was teilnimmt, seis Konferenz, Demo, oder sonst was System-Kritisches.
    Das System ist ja unantastbar bzw. unkritisierbar. Die machen eh alles richig. Die haben ja die Macht, Wirtschaftskraft, 3.Welt-Neoverschleiherungskolonialismus bzw. Ausbeutung inkl. IWF, Weltbank und Staatsschuldenfalle und zudmen, die 1.2Mrd. Elendsarmutserdenbürger, die für sie zum Hungerslohn noch Rohstoffe für die 1.Welt herstellen. Schlaue Rechnung.
    Eine schön beschönigte Bilanz.
    Das kann (fast) nur noch besser werden. Aber ehrlich. Wir sind so was von egoist. bzw. verantwortungslos. Was uns noch helfen könnte: Sapere Aude.

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