YouTube(l)!

Fängt nun der Knatsch mit YouTube an? Mit dem Aufkauf von YouTube durch Google (für 1,65 Milliarden Dollar) und dem steigenden Interesse der Medienindustrie an diesem “Briefmarkenkino”, steigen auch der Missmut und die Probleme der Nutzer. Die YouTube-Gründer Ched Hurley und Steven Chen lassen bei öffentlichen Auftritten keine Gelegenheit aus, um auf die Bedeutung der Community für den Erfolg ihres Videoangebotes hinzuweisen, denn ohne die tausenden Videos der Benutzer wäre YouTube bloss eine Website von vielen. Nun fragen sich jedoch einzelne private Video-Produzenten, was sie von dem Erfolg von YouTube haben. Denn während Musik- und Medienkonzerne wie Universal Music, Sony BMG, NBC und CBS Millionen für ihre Videorechte geboten werden, fielen für die Nutzer bisher nur wohlmeinende Wortspenden ab. Auf Futurezone (ORF) wird mit der zunehmenden Bussinesorientierung von YouTube kritisch abgerechnet.

Aber das ist noch nicht alles! YouTube will nicht, dass ihre Benutzer die Filmchen herunterladen – es wird sogar mit rechtlichen Schritten gedroht. Weil das US-Weblog TechCrunch ein Tool zum Herunterladen von Video-Clips von der Online-Videoplattform YouTube verlinkt, hat dessen Betreiber Post von den YouTube-Anwälten bekommen. In einem späteren Email erklärt YouTube gegenüber TechCrunch (Michael) folgendes:

Hi Michael,

I saw your posting today and we’re glad you raised the issue. Here are some thoughts that may help further explain. Currently, YouTube is a streaming-only service. We do not permit users to download the videos we host on our site. We believe our Terms of Use are clear on this point, but in light of the confusion which came to our attention today we are considering revisions to our Terms of Use to avoid any further confusion. It is important to many of our users who have uploaded and licensed content to YouTube that their content is authorized for streaming-only.

If you have any further questions, don’t hesitate to email me.

Best regards,

Zahavah Levine

General Counsel & VP Business Affairs
YouTube, Inc.

Das ganze dreht sich in Wirklichkeit natürlich nicht um den Schutz von Urheberrechten, sondern mehr um den Schutz des YouTube Businessmodell. Sind also Downloadtools wie beispielsweise dasjenige von TechCrunch, Oyoom, iTube, PodTube, VideoDownloader, diese Firefox extensions, diese step-by-step Instruktionen, und einige andere Tools schon bald taboo? Wohl kaum! Trotzdem sollte man sich überlegen, ob man seine eigenen Videos nicht besser auf alternative Videohoster wie beispielsweise Sevenload uploaden will.

This entry was posted in General Knowledge.

2 Responses to YouTube(l)!

  1. Thomas says:

    Man sollte generell immer die AGBs lesen. YouTubes Businessmodell funktioniert halt nur, wenn Leute auf Ihre Webseite gehen. Sie finanzieren sich durch Werbung.
    Das YouTube einige Einschränkungen in den AGB beschreibt ist naheliegend. Alles was Ihr Business gefährden könnte wird verboten.

    Ich möchte YouTube nicht in Schutz nehmen. Aber es gibt nichts Gratis auf dieser Welt. Youtube bezahlt Ihre HW/Bandbreite und dafür schränken Sie die Nutzung Ihrer Infrastrukt ein. Wer das nicht mag, soll sich andere Verbreitungsmöglichkeiten suchen.

  2. Pingback: Musik und Filme Downloaden - Schnell, Sicher & Gratis

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