Double Top 5: Die erfolgreichsten Artikel auf Offiziere.ch in 2014

Rund 18’000 Besucher verfolgen monatlich die Veröffentlichungen auf Offiziere.ch, die von Wissenschaftlern, Juristen, internationalen Journalisten, Politikberatern und Militärangehörigen verschiedener Nationen geschrieben werden. Ungefähr ein Drittel unserer Leserschaft kommt aus Deutschland, ein weiteres Drittel aus der Schweiz und mehr als 6’000 Leser erreichen uns aus Ländern, die von Los Angeles bis nach Tokio reichen.

2014 ist auch ein Rekordjahr für Offiziere.ch. Noch nie wurden so viele Artikel veröffentlicht. Das war nur möglich durch die tatkräftige Unterstützung von rund 25 Autoren aus dem In- und Ausland. Auch im nächsten Jahr, 2015, möchten wir weiterhin qualitativ hochwertige Artikel veröffentlichen und freuen uns über Autoren, die unser Team bereichern wollen. Interesse? Einfach hier melden!

An dieser Stelle präsentieren wir die meist gelesenen Artikel innerhalb der letzten 365 Tage, die auf Offiziere.ch erschienen sind…

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Top 5 der deutschsprachigen Artikel

Platz 1: Das „Biest“ – Polens Panzer der Zukunft
von Seka Smith (Politikberaterin)

PL-01.

PL-01

Seit dem Beitritt Polens zur NATO hat sich die Schlagkraft der polnischen Panzerverbände sukzessive verbessert, zuletzt mit dem Kauf von 128 deutschen Leopard 2A4-Kampfpanzern. Um die Abhängigkeit von Militärimporten zu verringern und ein gewinnträchtiges Produkt auf dem Weltmarkt anbieten zu können, ist Polen mit BAE Systems eine Technologiepartnerschaft eingegangen. Ziel ist die Entwicklung und Herstellung eines eigenen polnischen Panzerfahrzeuges, welches derzeit unter dem Codenamen “PL-01” entwickelt wird.

Platz 2: Ursula ist nicht die Böse
von Seka Smith (Politikberaterin)

NH90 - Mehrrollenhubschrauber.

NH90 – Mehrrollenhubschrauber

Als Ursula von der Leyen Bundesverteidigungsministerin wurde, nahm sie sich als erstes der besseren Vereinbarkeit von Familie und Soldatenberuf an. Dafür wurde sie von vielen Seiten kritisiert, aber auch gelobt. Doch wenig später war das Thema “Vereinbarkeit” bereits vergessen, als etliche und gravierende Pannen (ihrer Vorgänger) im Ministerium publik wurden.

Platz 3: Die Weiterentwicklung der Armee und die Infanterie
von Irène Thomann-Baur (Journalistin, Hptm aD, ehemals Generalsekretärin der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG))

Foto: Inf Bat 61

Foto: Inf Bat 61

“Quo vadis schweizer Infanterie?” könnte man den Artikel subsumieren, in dem das Gespräch zur zukünftigen Weiterentwicklung der Armee mit Vertretern der Miliz, dem Kommandanten einer Territorialregion und dem Kommandanten des Lehrverbandes Infanterie nachgezeichnet wird.

Platz 4: Projekt BODLUV 2020
von Patrick Truffer

Das Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem BL 84 «Rapier» mit Mk1 Raketen.

Das Fliegerabwehr-Lenkwaffensystem BL 84 “Rapier” mit Mk1 Raketen

In der Volksabstimmung vom 18. Mai 2014 entschied sich die Mehrheit der Schweizer gegen die Beschaffung eines neuen Kampfflugzeuges. Damit ist die Geschichte einer schweizerischen JAS 39E Gripen zu Ende gegangen, bevor sie überhaupt angefangen hat. Damit wirkt die Fähigkeits- und Modernisierungslücke in der schweizer Luftverteidigung umso gravierender, wenn klar wird, dass auch die bodengestützte Luftverteidigung in bestimmten Bereichen ineffizient aufgestellt ist und dringend neue Waffenfähigkeiten zum Schutz des schweizerischen Territoriums notwendig sind.

Platz 5: “Wehrhafte Schweiz” – ein einmaliges historisches Filmdokument zur Schweizer Armee
von Memoriav.ch

Der Armeepavillon an der Expo'64 (© Musées lausannois).

Der Armeepavillon an der Expo’64 (© Musées lausannois)

Zum 50. Jubiläum der Expo’64 präsentierte Memoriav, der Verein zur Erhaltung des audiovisuellen Kulturguts der Schweiz, einzigartige audiovisuelle Schätze dieser unvergesslichen Landesausstellung in einem 360-Grad-Panorama-Kino auf dem Bundesplatz in Bern. Das Jubiläum ist deshalb so bedeutend, weil die Expo aus gesellschaftlicher und kultureller Sicht für die Schweiz von grösster Bedeutung war, indem sie ein Land zeigte, das sich am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne, zwischen geistiger Landesverteidigung, kaltem Krieg und sozialem Wandel befand.

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Top 5 der englischsprachigen Artikel:

Platz 1: Paranoid Russia is Creating Enemies Everywhere
von Nick Ottens (Journalist)

Russian president Vladimir Putin chairs a meeting in Novo-Ogaryovo, west of Moscow, November 14, 2013 (Presidential Press and Information Office)

Russian president Vladimir Putin chairs a meeting in Novo-Ogaryovo, west of Moscow, November 14, 2013 (Presidential Press and Information Office)

Russland schuf sich durch sein außenpolitisches Verhalten diejenigen Feinde, die es davor bereits überall zu sehen meinte. Der Blick der russischen Akteure, ist der von denjenigen, welche die Welt weiterhin im Kalten Kriege wähnen. So ist jedes Land, das nicht die Politik Russlands teilt, ein potentieller Widersacher der russischen Interessen. Nick Ottens bringt das Dilemma im Fazit auf den Punkt: “Wenn die Finnen in die NATO wollen oder die Ukrainer der Europäischen Union beitreten wollen, ist das ihre Sache und die der Organisationen. Niemand muss Russland um Erlaubnis fragen.”

Platz 2: Shadowy Terror Group ‘White Shroud’ Hits Back at ISIS
von Robert Beckhusen (Journalist)

ISIS forces execute unarmed Iraqi prisoners in mid-2014. YouTube screencap

ISIS forces execute unarmed Iraqi prisoners in mid-2014. YouTube screencap.

Die Terrororganisationen ISIS operiert nach dem bekannten Muster von Guerillaorganisationen: Schnell zuschlagen und schnell wieder weg sein. Diese Form der Kriegsführung erschwert es konventionellen Streitkräften erheblich, den Feind zu fassen und zu zerschlagen. Nun hat die ISIS aber einen neuen Feind erhalten, der nach demselben Muster handelt: Überwachung von potentiellen Terroristen, gezielte Angriffe und Tötungen.

Platz 3: Ukrainian Troops Deploy Crowdfunded Drones
von Robert Beckhusen (Journalist)

Aerial image of the Donetsk International Airport. SOS Army photo, end of October.

Aerial image of the Donetsk International Airport. SOS Army photo, end of October.

Der Krieg zwischen der Ukraine und der von Russland unterstützten Separatisten ist auch ein mit privaten Mitteln finanzierter Krieg. Beispielsweise wurden weltweit nicht nur medizinische Güter, Schutzwesten und Helme für die ukrainische Armee finanziert, sondern mittels einer Fundraisingkampagne auch neue Aufklärungsdrohnen beschafft.

Platz 4: What is ISIS?
von Jack A. Goldstone (Hazel Professor of Public Policy, George Mason University)

This image posted on a militant website on Tuesday, Jan. 7, 2014, which is consistent with AP reporting, shows a convoy of vehicles and fighters from the al-Qaida-linked Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) fighters in Iraq's Anbar Province.

This image posted on a militant website on Tuesday, Jan. 7, 2014, which is consistent with AP reporting, shows a convoy of vehicles and fighters from the al-Qaida-linked Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) fighters in Iraq’s Anbar Province.

“ISIS ante portas!” müssten viele Menschen verängstigt geschrien haben, als wie aus dem nichts eine Organisation namens ISIS auftauchte und die Menschen in Syrien und im Irak mit Entführungen, Folter, Enthauptungen und Vergewaltigungen terrorisierte. Aber was ist die ISIS, wie ist sie entstanden und was motiviert jemanden, der Terrororganisation überhaupt beizutreten?

Platz 5: The Islamic World’s Westphalian Moment
von Chad M. Pillai (Major, US Army Capabilities Integration Center)

The Peace of Westphalia was a series of peace treaties signed between May and October 1648 in Osnabrück and Münster. These treaties ended the Thirty Years' War (1618–1648) in the Holy Roman Empire, and the Eighty Years' War (1568–1648) between Spain and the Dutch Republic, with Spain formally recognizing the independence of the Dutch Republic. The image shows the Ratification of the Peace of Münster (Gerardter Borch, Münster, 1648).

The Peace of Westphalia was a series of peace treaties signed between May and October 1648 in Osnabrück and Münster. These treaties ended the Thirty Years’ War (1618–1648) in the Holy Roman Empire, and the Eighty Years’ War (1568–1648) between Spain and the Dutch Republic, with Spain formally recognizing the independence of the Dutch Republic. The image shows the Ratification of the Peace of Münster (Gerardter Borch, Münster, 1648).

Für Major Pillai steht die islamische Welt inmitten eines reinigenden Stahlgewitters, um es mit den Worten von Ernst Jünger zu beschreiben. Wie einst die Katholiken und Protestanten führen nun Sunniten und Schiiten ihren eigenen Dreissigjährigen Krieg, der einst viele Landstriche im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation verwüstete. Man kann nur hoffen, dass die Moslems ihren eigenen Westfälischen Frieden finden.

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