Vorbereitungen – 23C3 Tag 0

Am 26.12.06 ist es soweit: ich fliege nach Berlin und nehme am 23C3 teil – und wie letztes Jahr, versuche ich hier täglich einen Statusbericht zu veröffentlichen. Der Fahrplan des 4-tägigen Kongress ist in der Version 0.6 online und einige Vorträge könnten absolute Leckerbissen sein – beispielsweise Drohnen, Body Hacking und ein Update über Bluetooth Hacking (siehe auch Vortrag von 2005, Videomittschnitt).

Noch bevor der Congress startet, tauchen bereits erste Berichte in den Medien auf. Beispielsweise Heise:

Neue Trends in der Strafverfolgung und Telekommunikationsüberwachung mit der Einführung der verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung, fortschreitendem Data Mining oder den heiß debattierten “Online-Durchsuchungen” alias “Staatshacken” stehen genauso auf dem Programm gleich des ersten Tages wie die Selbstaufgabe der Privatheit im Web 2.0 oder die “Gäste-Überwachung in Hotels durch staatliche und private Schnüffler”. Eine eigene “Onion Corner” haben gleichzeitig aber auch die Entwickler von Anonymisierungssoftware gemäß dem Prinzip des “Onion Routing” eingerichtet bekommen. Nicht fehlen darf zudem eine Auseinandersetzung mit “militärischen Hackern” in Form von “Informationskriegern”. Und natürlich geht es um die Zukunft von Open Source oder den Einsatz freier Software für Spezialaufgaben wie Übersetzungsmaschinen.

Oder Zitty:

Die politische Ausrichtung vieler Vorträge kommt nicht von ungefähr: Die seit dem 11. September stetig zunehmende staatliche Überwachung habe in der Hacker-Szene zu einem neu erwachten Aktivismus geführt, so Pritlove. Misstrauen wächst auch gegenüber so manchem Internet-Unternehmen. „Bei sozialen Netzwerken wie MySpace graust es jedem Hacker”, meint Pritlove. Bedenken mögen dem einen oder anderen auch angesichts des Funkchip-Überwachungsprojekts im Kongresszentrum aufkommen. Doch Pritlove weiß zu beruhigen: Die Teilnahme ist freiwillig. Kongressbesucher können selbst entscheiden, ob sie dem CCC vier Tage lang ihre Standort-Daten anvertrauen. Passenderweise lautet das Kongressmotto des Jahres: „Who can you trust?”

Sogar im in Japan wird in “Blog TV” Werbung für 23C3 gemacht. Das Interview mit dem deutschen Unternehmer Jan Michael Hess ist teilweise in Japanisch, teilweise in Englisch und startet mit Fragen zum Handy-Markt und dann zum Chaos Communication Congress. Der Vizepräsident “of international and mobility for Technorati”, also der Firma, die “Blog TV” unterstützt, Joichi Ito, hielt am letzten Kongress die “Key Note” (Videomittschnitt, Audiomittschnitt) und hat auch schon am 21C3 mit einem Vortrag das Publikum in seinen Bann gezogen (State of Emergent DemocracyVideomittschnitt, Audiomitschnitt ).

(Quelle)

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