Nachschlag 13

Es ist mal wieder Zeit einige ältere Themen, die wir hier behandeln zu aktualisieren. Hier haben wir Mitte Dezember kritisiert, dass die Schweiz nichts gegen das Treiben der CIA in der Schweiz unternehmen. Wir erinnern uns:

Die “Überstellung” von Abu Omar (Voller Name: Hassan Mustafa Osama Nasr) sei ein Fakt, der von mehreren Quellen übereinstimmend bestätigt werde. Der Ägypter Abu Omar, der 1997 in Italien als politischer Flüchtling aufgenommen wurde, wurde auf einer belebten Strasse in Mailand durch die CIA gekidnappt, anschliessend am 17.02.3003 von Mailand über Schweizer Luftraum nach Rammstein geflogen (Militärmachine, US-AirForce, 76th Airlift Squadron, Rufzeichen: SPAR92). Von Rammstein wurde er mit einer “Gulfstream” mit der Registrierung N85VM nach Ägypten gebracht, wo er laut Europaparlament bis heute eingekerkert ist. Der Kopf der Entführer, der CIA-Beamte Bob Lady hielt sich nach Medienberichten anschliessend mit Wissen von Regierungsbehörden mehrere Wochen in der Schweiz auf. Er ist zur Zeit von Interpol zu Fahndung ausgeschrieben. (Quelle: World Content News)

Jetzt ist aber endlich Schluss mit dem Stillhalten: Die Bundesanwaltschaft kann im Zusammenhang mit CIA-Flügen über die Schweiz ein Strafverfahren eröffnen. Der Bundesrat hat sie im Fall Abu Omar dazu ermächtigt. Er spricht von Völkerrechtsverletzungen. Der Bundesrat hielt fest, aus seiner Sicht könne eine Benützung des schweizerischen Luftraums für eine Entführung nicht toleriert werden. Die Schweiz dulde Menschenrechtsverletzungen auch im Rahmen der Terrorismusbekämpfung nicht. Es lägen Hinweise vor, dass «grundlegende völkerrechtliche Normen» verletzt worden seien.
Auch in einem zweiten CIA-Fall, dem «Fall Tom», möchte die Bundesanwaltschaft die Strafverfolgung aufnehmen. In diesem Fall hat der Bundesrat dies jedoch abgelehnt. Im «Fall Tom» geht es um nachrichtendienstliche Aktivitäten der CIA gegen die Gewerkschaft Syna. Nach Darstellung der Gewerkschaft Syna versuchte die CIA, über nebenamtliche Werber an die Adressen von potenziellen Mitgliedern zu gelangen. Den Kontakt zur Syna eingefädelt haben soll ein Mitarbeiter der US-Botschaft, der inzwischen die Schweiz verlassen hat. (Quelle: Tagesanzeiger)

Themawechsel!

The mission of the United States Air Force is to deliver sovereign options for the defense of the United States of America and its global interests — to fly and fight in Air, Space, and Cyberspace… As Airmen, it is our calling to dominate Air, Space, and Cyberspace. If we can decisively and consistently control these commons, then we will deter countless conflicts. If our enemies underestimate our resolve; then we will fly, fight, and destroy them.(Quelle: US Air Force)

Die National Cyber Response Coordination Group (ein Forum von 13 verschiedenen Behörden unter der US Homeland Security) geht nun noch einen Schritt weiter. Sollten wichtige Führungsinfrastrukturen die USA unter einer bedeutenden Cyberattacke stehen (was das dann auch immer sein mag), so hält sich das Verteidigungsministerium bereit, bei Authorisierung durch den Präsidenten die Quelle dieser Attacke zu bombardieren (und zwar in Realspace!). Bei einer Distributed Denial of Service Attacke sehe ich da jedoch erheblichen Kollateralschaden.

This week’s massive but unsuccessful denial-of-service (DoS) attack on the Internet’s root DNS, which targeted military and other networks, did not rise to the level of requiring response, but made the possibility of a massive Internet collapse more real than theoretical. (Quelle: Networkworld)
The attack began at 10:30 UTC, and lasted about five hours. Although none of the servers crashed, two of the root servers reportedly “suffered badly”, while others saw “heavy traffic”. The botnet responsible for the attack has reportedly been traced to South Korea. (Quelle: Wikipedia)

Na, da hätte Südkorea aber Augen gemacht – nochmals Glück gehabt ;-). Wobei man sich fragen muss, was unter “unsuccessful denial-of-service attack” zu verstehen ist. Der DoS auf die Root-Server war jedenfalls bemerkbar – aus der Sicht der Angreifer sicherlich schon ein Erfolg.

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One Response to Nachschlag 13

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