Finding newer, cleaner ways to power the world

1972 landete ein Helikopter im Regenwald im nordwestlichen Ecuador und veränderte das Leben der “Cofan Indians” dort gründlich. Bei den “Gästen” handelte es sich um Leute von der US-amerikanischen Firma Chevron, eine der weltgrössten Energiekonzerne, 2001 fusioniert mit Texaco. 2006 hatte Chevron mit 62500 Mitarbeitern ca. 210 Milliarden US-Dollar Umsatz und ca. 17 Milliarden US-Dollar Gewinn (Quelle: Sourcewatch). Condoleezza Rice war von 1991 bis 2001 eine Direktorin bei Chevron. Mit der Übernahme des Amtes des Nationalen Sicherheitsberaters in der Bush-Administration 2001 trat sie bei Chevron zurück. Ein ca. 135 Millionen Liter fassender Supertanker von Chevron trägt ihren Namen.

Auf der Website von Chevron liest man folgenden Slogan: “Finding newer, cleaner ways to power the world”. Davon können die “Cofan Indians” ein Lied singen: durch das rücksichtslose Bohren nach Erdölfeldern im ecuadorianischen Regenwald wurde ihr Lebensraum mit hunderten von Öl- und Teertümpeln (das Bild oben links zeigt ein brennender Öltümpel), mit lecken Rohrleitungen, verseuchtem Wasser usw. belastet. Der Investigationsrepport Greg Palast, Journalist der New York Times, der englischen BBC, des englischen “The Observer” und von Democracy Now, zeigt in seinem Kurzbericht einige der Hinterlassenschaften von Chevron auf (siehe Videomitschnitt ganz unten, Transkript). Die “Cofan Indians” verklagten Chevron bereits vor Jahren auf 12 Milliarden US-Dollar Schadenersatz, zur Reinigung der von Chevron verursachten Umweltverschmutzungen auf ihrem Gebiet. Noch ist die Klage am Laufen, und sie wäre wohl ziemlich chancenlos, wenn nicht seit 15. Januar 2007 Rafael Correa neuer Staatspräsident von Ecuador wäre. Er unterstützt die “Cofan Indians” gegen Chevron, auch wenn hier politische Interessen des Präsidenten eine Rolle spielen. Dieser wird nämlich vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez im Kampf gegen den US-Einfluss in Ecuador unterstützt. So ist Ecuador beispielsweise seit November 2007 wieder Mitglied in der OPEC und Correa will den 2009 ablaufenden Vertrag für die US-Militärbasis bei der Küstenstadt Manta nicht verlängern.

We’ll renew the base on one condition: that they let us put a base in Miami — an Ecuadorean base. If there’s no problem having foreign soldiers on a country’s soil, surely they’ll let us have an Ecuadorean base in the United States. — Rafael Correa, Reuters, 22.10.2007.

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