Hurrikan Katrina

Eine Flutkatastrophe bedeutend grösserem Ausmases erleben die Bewohner des Gebietes in und um New Orleans. Im Gegensatz zu Überschwemmungen im Alpenraum, wo sich das Wasser nach der Überflutung von selber zurückzieht, gleicht New Orleans einer Suppenschüssel die volläuft: ein Großteil der Stadt liegt unterhalb des Meeresspiegels und wird von drei Seiten von Wasser umgeben, das von Dämmen und Pumpsystemen abgehalten wird. Nun sind diese Dämme an mehreren Stellen gebrochen. Mittlerweilen sind im Katastrophengebiet rund 100’000 amerikanische Armeeangehörige im Einsatz. Auf dem Bild erkennt man links Brigadegeneral und Joint Taskforce Commander Gary Jones; rechts Brigadegeneral Brod Veillon gestern bei der Einsatzplanung. Beeindruckende Bilder aus New Orleans findet man hier. Auf Spiegel Online ist zu lesen:

New Orleans scheint verloren: Die Südstaaten-Metropole steht fast komplett unter Wasser, nun sollen die Bewohner in einer gigantischen Armee-Operation aus der Stadt gebracht werden. Experten befürchten, es wird Monate dauern, bis die Menschen zurückkehren können.

Hoffen wir die amerikanischen Streitkräfte im Inland kennen sich mit humanitären Einsätzen besser aus als ihre Kollegen im Irak.

Angesichts der Naturkatastrophe hat sogar George W. Bush seine Ferien abgebrochen, wobei ihm die Lust auf Ferien wohl eh vergangen ist. Mütter von getöteten amerikanischen Soldaten im Irak demonstrierten vor vor Präsident Bush’s Feriendomiziel, seiner Ranch in Texas. Organisiert wurde diese Protestdemonstration von Cindy Sheehan, deren Sohn im Alter von 24 Jahren letztes Jahr im Irak bei einer Rettungsmission getötet wurde, 5 Tage nach seiner Ankunft. Sie forderte Bush auf, den Grund für den Tod für ihren Sohn zu erklären, Bush empfing sie jedoch nicht. Ebenfals zeigen Umfragen, dass die Unterstützung der Irakpolitik von Bush langsam schwindet und nur noch von rund 38% der Befragten getragen wird. Die Zeit vergleicht deshalb den Umschwung der Bevölkerung mit dem politischen und militärischen Fiasko der amerikanischen Regierung in Vietnam und zieht eine negative Bilanz.

Last but not least, ein Lesetip: Mord steckt in uns ein Interview mit dem US-Psychologe David Buss, 52, über die gewalttätige Natur des Menschen, tötende Stiefväter und seine eigenen Mordphantasien. Mein Kommentar dazu: kein Kommentar.

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