Nachschlag 06 – Buschtrommel

Christoph Blocher
Zuerst noch zwei Nachträge zum vorhergehenden Artikel:

  • Geben Sie auf http://www.google.ch den Suchbegriff “Waschlappen” ein und betrachten Sie den ersten Link :-) Anscheinend klappt das gemäss “Nebelspalter” schon seit Ende 2004.
  • Auf dieser Website erfährt man Interessantes über Rhetorik anhand aktueller Ereignisse. Hier wird Blocher als Rhetoriker analysiert.
  • Genug innenpolitisches Geplänkel, richten wir unsere Augen gegen Westen – wie geht es eigentlich Amerika? Auf ZDFheute.de findet man einen kleinen Artikel über das New Orleans zwei Monate nach der Flut. Die Stadt scheint rege mit dem Wiederaufbau beschäftigt zu sein. Ich frage mich, ob die Verantwortlichen auch von ihren miesen Hochwasserschutzvorkehrungen gelernt haben und dies nun schleunigst verbessern. Laut dem Bericht ist der imense Müllberge immer noch das grösste Problem.

    In anderen Bereichen hat Amerika nichts zu lachen. Nachdem die amerikanische Regierung die Atomprogramme in Nordkorea und Iran zähneknirschend vorerst akzeptieren musste, erdreist sich nun auch Venezuela ein Atomkraftwerk “einzukaufen”. Dass die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela zur Zeit ein wenig angespannt sind, davon haben wir bereits hier berichtet. Nun liegt es natürlich nahe, dass die USA Venezuelas Einkaufsbummel militärisch ausgelegt wird. So zitierte die konservative US-Tageszeitung Washington Times einen Regierungsbeamten, “der die Entwicklung in Lateinamerika verfolgt”. Nach Angaben dieses Informanten macht sich in der Bush-Regierung die Angst breit, “dass Venezuela nun den ersten Schritt auf einem langen Weg hin zur nuklearen Bewaffnung macht”. Wer nun denkt, dass es sich bei Venezuela um einen isolierten Staat handelt, der irrt: Venezuela wird aller Voraussicht nach in wenigen Wochen dem Freihandelsabkommen MERCOSUR als Vollmitglied neben Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay beitreten. Ausserdem hat Venezuela Anfang des Jahres seine verteidigungspolitischen Richtlinien novelliert – neu richten sich die venezolanischen Streitkräfte auf einen “Krieg gegen einen numerisch und technologisch überlegenen Gegner” im eigenen Land ein; auf eine Intervention also. Chavez im Interview mit der brasilianischen Tageszeitung O Estado do São Paulo: “Wir waren es nicht, die Atombomben gebaut haben, und wir waren es nicht, die Atombomben eingesetzt haben. Denken Sie nur an Hiroschima und Nagasaki.”

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